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Paneldiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum: Denis Machuel über die Herausforderungen auf dem weltweiten Arbeitsmarkt

Gepostet am 21.02.2025
Paneldiskussion Wirtschaftsforum Davos

Auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos diskutierte Denis Machuel darüber, wie die weltweite Beschäftigungslücke von über 400 Millionen offenen Arbeitsplätzen geschlossen werden kann.

Business Blog

Auch in diesem Jahr trafen sich politische Entscheidungsträger:innen und führende Vertreter:innen von Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft aus aller Welt zum 55. Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, um über aktuelle und zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen zu sprechen.

Der weltweite Arbeitsmarkt entwickelt sich rasant: Es gilt die Herausforderung, weltweit 400 Millionen offene Stellen zu besetzen und die Anzahl an prekären Beschäftigungsverhältnissen, also Jobs, die so schlecht bezahlt sind, dass die Arbeiter kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten können, zu verringern. Auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos diskutierten die Teilnehmer:innen Ryan Roslansky, Denis Machuel, Jamie Heller, Gilbert Fossoun Houngbo, Veronica Nilsson, Tharman Shanmugaratnam über dieses Thema und versuchten Lösungsansätze zu finden.Denis Machuel nahm an einer Diskussion teil, wie die weltweite Beschäftigungslücke von über 400 Millionen offenen Arbeitsplätzen geschlossen werden kann.

Im Video können Sie die gesamte Diskussion verfolgen


Video der Paneldiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum

 

Die wichtigsten Themen aus der Diskussion

Herausforderungen für die Arbeitskräfte lösen:
60% der Arbeitnehmer:innen sind im informellen Sektor beschäftigt. Das bedeutet, sie arbeiten in einem Bereich, der nicht staatlich erfasst, reguliert und kontrolliert wird. Beispiele für solche Jobs sind der Verkauf von Produkten aus eigener Herstellung, Tagelöhnerjobs oder Kinderarbeit. In diesem Bereich haben die Arbeiter:innen keine rechtliche oder soziale Absicherung, erhalten einen schlechten Lohn und arbeiten oft in menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. Es wäre wichtig, den informellen Sektor zu regulieren und die Arbeitsbedingungen dort zu verbessern beziehungsweise die Anzahl der informellen Jobs zu verringern.

"Die wichtige Frage ist, wie schafft man nachhaltige Arbeitsplätze und sorgt dafür, dass Arbeitskräfte mit dem Wandel der Technologie mithalten können", so CEO Denis Machuel. "Dazu braucht es Reskilling und Upskilling-Möglichkeiten zusammen mit der Karriereberatung von Experten. Damit stellen wir sicher, dass die Arbeitskräfte für die Zukunft gerüstet sind."

Was dabei auch bedacht werden sollte, ist der Zugang zu diesen Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Workforce-Studie der Adecco Group beispielsweise hat deutlich gemacht, dass es dabei einen Unterschied zwischen akademischen Arbeitskräften und den sogenannten Blue-Collar-Arbeiter:innen gibt: Während 65 % der Akademiker:innen sagen, dass sie Zugang zu solchen Weiterbildungen haben, sind es bei den Arbeiter:innen viel weniger. Diese und weitere Ergebnisse lesen Sie in unserer Studie Global Workforce of the Future

Die Rolle der KI:
KI bietet ein immenses Potenzial, birgt aber auch Herausforderungen. Eine integrative Politik, kontinuierliches Lernen und eine strategische Personalplanung sind entscheidend, um sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird. Man sollte KI-Technologie gemeinsam mit den Arbeiter:innen einführen, um ihnen die Angst davor zu nehmen.

"Zudem bewegen wir uns weg von einer jobbasierten Wirtschaft hin zu einer skillbasierten Wirtschaft. Das ist eine gute Gelegenheit, damit auch Menschen, die zum Beispiel viel Berufserfahrung haben aber keinen Masterabschluss, für eine Stelle berücksichtigt werden. Wenn man KI richtig einsetzt, z.B. bei der Analyse von Bewerbungen, ist sie in der Lage, die Fähigkeiten der Bewerber:innen zu erkennen und nicht nur die Abschlüsse", sagt Denis Machuel.

Zusammenarbeit ist der Schlüssel:
Regierungen, Unternehmen und Gewerkschaften müssen zusammenarbeiten, um Qualifikationsdefizite zu beseitigen, die Ausbildung an den Marktanforderungen auszurichten und nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.

"Regierungen, die private Wirtschaft, Gewerkschaften und das Bildungssystem müssen diese Weiterbildungen gemeinsam vorantreiben und finanzieren", betont Denis Machuel. "Die Adecco Group hat dies beispielsweise mit einem Automobilbauer umgesetzt, der auf Elektro umstellen wollte. Die Adecco Group und der Automobilbauer haben gemeinsam in Weiterbildungen für die Belegschaft investiert. Als die Regierung dieses Landes das gesehen hat, hat sie sich ebenfalls an den Maßnahmen beteiligt, damit das Upskilling noch schneller vorangeht. Nur gemeinsam funktioniert es, ein Bereich alleine kann dabei nicht erfolgreich sein."

Speaker der Adecco Group

 

CEO Adecco Group Denis Machuel
Denis Machuel

Chief Executive Officer
The Adecco Group


 


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Weltwirtschaftsforum Davos Denis Machuel

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