Was Unternehmen kurzfristig tun können — und was mittelfristig hilft
Die ehrliche Antwort vorweg: Eine einfache Lösung gibt es nicht. Es gibt nur einen Mix aus kurzfristigen und langfristigen Hebeln, der das Problem entschärft.
Erstens: Bestehende Mitarbeitende weiterqualifizieren.
Viele Kompetenzlücken — Datenanalyse, ESG, digitale Tools — lassen sich gezielt schließen, oft schneller als eine Neubesetzung gelingt. Strukturierte Weiterbildungsprogramme, in Anlehnung an einen „Procurement Campus", wie ihn größere Unternehmen bereits aufsetzen, sind ein wirksamer Hebel (BME).
Zweitens: Quereinstiege ermöglichen.
Wirtschaftsingenieur:innen, Logistiker:innen, Controller:innen — viele angrenzende Profile bringen 70 Prozent der gesuchten Kompetenzen mit. Wer das Anforderungsprofil zu eng definiert, schneidet sich vom Quereinsteiger-Markt ab.
Drittens: Flexible Modelle nutzen.
Interim-Manager:innen, projektbasierte Einkaufsexpert:innen und Zeitarbeit für definierte Phasen — etwa LkSG-Implementierung oder Carve-outs — schaffen Luft, ohne langfristige Festanstellungen zu blockieren.
Viertens: Spezialisiertes Recruiting einsetzen.
Senior-Profile im strategischen Einkauf sind über klassische Jobbörsen kaum erreichbar. Hier hilft nur Direktansprache durch Recruiter:innen, die den Markt, die Funktionen und die typischen Wechselmotive kennen.
Fünftens: Pipeline aufbauen, bevor die Lücke entsteht.
Hochschul-Recruiting, duale Studienprogramme, Werkstudentenplätze und ein klares Karriereversprechen für den Einkauf zahlen sich erst nach Jahren aus — aber sie zahlen sich aus. Wer heute keine Pipeline aufbaut, verhandelt 2030 immer noch reaktiv.
Wie die DIS AG unterstützt
Wir kennen den Einkaufsmarkt — und die Realität dahinter. Unsere Recruiter:innen wissen,
welche Profile aktuell rar sind, welche Gehaltsspannen marktgerecht sind und wie sich
latent suchende Kandidat:innen ansprechen lassen.
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Recruiting im Einkauf: vom operativen Einkauf über Category Management
bis zur strategischen Einkaufsleitung – auch für schwer besetzbare
Spezialfunktionen mit ESG- oder Digitalisierungsfokus.
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Flexible Personallösungen: Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung
und Interim-Besetzungen für Projektphasen wie LkSG-Implementierung,
Carve-outs oder Elternzeitvertretungen.
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Quellen:
BCG-Studie zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, November 2025
BME, Hochschulrecruiting im Einkauf,
jobsource.bme.de
BME, Kompetenz-Check im Einkauf — neues Benchmark-Tool,
bme.de
BME-Interview: Personalbedarf im Einkauf,
bme.de, 2024
Ivalua, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und Beschaffung, 2026
PwC, Sustainable Supply Chain und LkSG,
pwc.de
StepStone-Studie zu aktiv und latent suchenden Kandidat:innen, zitiert nach Westpress
Procurement Partner, Personelle Engpässe im Einkauf, 2025